Filmpremiere: „Im Abseits von Green City – Die Bauern vom Dietenbach und das Wohnen“

Donnerstag, 20. September 2018, 19.30-ca. 21.00

Filmpremiere:  „Im Abseits von Green City – Die Bauern vom Dietenbach und das Wohnen“ im Kommunalen Kino Freiburg, Urachstrasse 40, 79102 Freiburg.

Hier gehts zur PM vom 15.08.2018.

(weitere Aufführungen Freitag, 21.9.18 17.30, Samstag, 22.9.18 17.30; Montag 24.9.18 19.30)

Premiere des neuesten Films von Filmemacher Bodo Kaiser über die Landwirte in Freiburg und den geplanten Riesen Stadtteil Dietenbach auf 169 ha der letzten regionalen Felder Freiburgs. Der Film zeigt die Diskrepanz zwischen den Freiburger Bauern und den Wünschen der Stadt Freiburg, auf ihren Ackerflächen         Wohnungen für 15.000 Menschen zu erstellen.

Schwarzwaldpanorama, ein weiter  Himmel, Wiesen, Ackerflächen, Wald, Störche hinter dem fahrenden Traktor: das ist Dietenbach. Das Gelände im Westen von Freiburg, auf dem seit 2012 eines der teuersten und schwierigsten Großprojekte in Planung ist, das die Stadt je gesehen hat: der Bau eines neuen Stadtteils für 15.000 Menschen. Landwirte, die dort wirtschaften, sollen enteignet werden oder ihr Pachtland verlieren. Stadt und Gemeinderat versprechen bezahlbaren Wohnraum für alle Bevölkerungsschichten. Viele KritikerInnen glauben den Versprechungen nicht und machen mobil gegen die großflächige Vernichtung von fruchtbarem Ackerboden, von Lebensgrundlagen für Menschen, Pflanzen und Tieren.

Die Dokumentation zeigt den Konflikt um das Bauen auf der „grünen Wiese“: die Situation der betroffenen Landwirtsfamilien, ihre Höfe, die Arbeit auf dem Feld, ihren Protest. Unterschiedlichste Akteure, u.a. aus Umwelt- und Naturschutzvereinigungen sowie aus der Stadtverwaltung kommen zu Wort. Thematisiert wird auch die Situation vom direkt benachbarten Tiergehege Mundenhof (der jetzt schon an seinen Kapazitätsgrenzen ist) und das Naturschutzgebiet Rieselfeld. Alternativen zum Bauen auf der grünen Wiese werden dargestellt.

 

Städtebauliche Entwicklungsmaßnahme als Satzung beschlossen

Am 24.07.2018 hat der Gemeinderat die Städtebauliche Entwicklungsmaßnahme als Satzung beschlossen (mit nur 4 Gegenstimmen von FL/FF): wieder einmal verliert die Umwelt gegen das kurzzeitige Denken der Menschen.
 
Wie lange können wir uns das noch leisten auf unserer Erde?
 
Hier unsere Gedanken zum Wunschtraum der Stadt bzgl. Dietenbach:
 
Wunschtraum Plus Energie Stadtteil oder gar wie de Grünen schreiben 100% ökologischem Stadtteil:
liebe Leute da muss man auch die Erschließung einrechnen und die macht dies schon mal zunichte: weil Dietenbach Hochwasserschutzgebiet ist, muss 3 METER aufgeschüttet werden! Unvorstellbare Zahlen ergeben sich dabei, wir haben mal vorsichtig gerechnet:
– ca. 2,5 mio m³ lt. Vorlage = ca. 4 bis 5 mio t Auffüllmaterial
– bei 12 to Zuladung wären das ca. 416.000 Lkw Fahrten
– bei ca. 30km pro Fahrt wäre das eine Strecke von 30 Mio km, also 78 mal zum Mond
Wer rechnet die CO2 Belastung??
 
Wunschtraum 50% Sozialer Wohnungsbau:
wird alles umgerechnet auf uns Steuerzahler, keiner wird doch allen Ernstes glauben, dass die SPK nicht super daran verdienen möchte…
 
Wunschtraum Entlastung auf dem Wohnungsmarkt:
Ja, für ein paar Jahre. Aber nur bis wieder genug Neubürger da sind und es wieder nicht langt. Dann kommt der nächste Stadtteil usw. usw. usw.
 
Unser Wunschtraum:
kein Wachstum ohne Grenzen mehr, vernünftige maßvolle Innenstädtische Entwicklung, Rücksicht auf unsere Lebensgrundlagen wie Umwelt, Natur, Wälder, Wiesen, Ackerflächen und Kleingärten.
Wir Landwirte sind die ersten die für diesen ökologische Irrsinn mit dem Verlust unserer Äcker existentiell bezahlen müssen, Ihr Bürger aber gleich anschließend mit dem Verlust an Frei-und Grünflächen und Luft- und Klimaveränderungen. Und der Mundenhof und das Naturschutzgebiet Rieselfeld zahlen mit gnadenloser Überforderung.

Aufgedeckt: für Dietenbach fahren Lkws 78 mal zum Mond – ökologischer Irrsinn !?

Weil Dietenbach Hochwasserschutzgebiet ist, muss 3 METER aufgeschüttet werden! Unvorstellbare Zahlen ergeben sich dabei, wir haben mal vorsichtig gerechnet:
– ca. 2,5 mio m³ lt. Vorlage = ca. 4 bis 5 mio t Auffüllmaterial
– bei 12 to Zuladung wären das ca. 416.000 Lkw Fahrten
– bei ca. 30km pro Fahrt wäre das eine Strecke von 30 Mio
km, also 78 mal zum Mond

Und da spricht eine Freiburger Fraktion noch von ökologischem Stadtteil? Wir sprechen von ökologischen Irrsinn!

Mehr findet ihr unter Presse BI: Dietenbach – eine ökologische CO2 Katastrophe durch 3m Auffüllung

Lehener Ortschaftsrat stimmt gegen Dietenbach ab!

Martin Gnädinger (Zukunft Lehen) war derjenige, der am ausführlichsten Gegenargumente auflistete: Er bezweifelt die Prognosen zur Bevölkerungsentwicklung und schlägt Wohnungsbau-Alternativen vor, unter anderem Aufstockungen. Die Neubaupreise in Dietenbach würden den Mietspiegel ohnehin nur weiter in die Höhe treiben. Die zum Bauen in Dietenbach nötigen Erd-Aufschüttungen seien mit mindestens 250 000 Lkw-Ladungen für Dietenbach und weiteren damit zusammenhängenden 35 000 Lkw-Ladungen für das Bohrertal gigantisch und nicht nachhaltig. Die ökologischen Probleme seien nicht lösbar, die Regionalität der Lebensmittel sei wegen der Einschränkung der Landwirtschaft in Gefahr.

Mehr hier in der BZ, 20.07.2018, Anja Bochtler

Oberbürgermeister-Dialoge Nachhaltige Stadt ohne Freiburg!

Beschluss des Oberbürgermeister-Dialoges Nachhaltige Stadt vom 14.Juni 2018:

Die Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeister von Dortmund, Erfurt, Friedrichshafen, Heidelberg, Karlsruhe, Kirchheim unter Teck, Köln, Leipzig, Lörrach, Ludwigsburg, Lüneburg, Münster, Norderstedt, Nürnberg, Osnabrück, Ravensburg, Tübingen und Wernigerode (WO IST DENN HIER FREIBURG ALS GREEN CITY – NICHT DABEI?? ) fordern:

…“Mit großer Sorge sehen wir den Mangel an bezahlbaren Wohnungen. Um Wohnraum bezahlbar
halten oder machen zu können, müssen wir neue Wege im Wohnungsbau gehen, denn die Fläche ist
ein knappes Gut. Wir können und wollen der Raumnot wachsender Städte nicht einfach mit dem
Bauen auf dem Acker begegnen, gleichzeitig aber die Lebensqualität in unseren Städten sichern.
Der Boden spielt für die zukunftsfähige, gerechte und integrative Entwicklung unserer Städte und
unseres Landes eine zentrale Rolle…“

Mehr hierzu