Stellungnahme 6.9.2019 zu: Bebauungsplan „Erweiterung Kleingartenanlage Moosacker“

Zum Bebauungsplan „Erweiterung Kleingartenanlage Moosacker“, Plan-Nr. 6-154a + zu: 24. Änderung des Flächennutzungsplans 2020 „Erweiterung Kleingartenanlage Moosacker“ erging am 6.09.2019 folgende Stellungnahme an die Stadt Freiburg:

An die Stadt Freiburg i.Br.
Rathaus
per E-Mail

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Horn,

in der Anlage ehalten Sie unsere Gemeinsame Stellungnahme vom 6.9.2019
zu: Bebauungsplan „Erweiterung Kleingartenanlage Moosacker“, Plan-Nr. 6-154a
zu: 24. Änderung des Flächennutzungsplans 2020 „Erweiterung Kleingartenanlage Moosacker“

Gegen Verlust von landwirtschaftlichem Boden, pro Erhalt von Kleingärten und pro innovatives Vorgehen!

Wir kritisieren außerdem, dass die Unterlagen am Tag des Beginns der Schulferien auslegt wurden und die Frist so gesetzt wurde, dass Stellungnahmen nur vor Ende der Schulferien möglich sind.
Währenddessen die Verwaltung in den Urlaub ging. Das ist ziemlich bürgerfern, gehört aber fast regelmäßig zu den Strategien der Verwaltung, auch um Festtage herum
wie Weihnachten/Neujahr, leicht zu erkennen, dass so Stellungnahmen aus der Öffentlichkeit behindert werden sollen. Sie wollen es doch eigentlich anders?

Beste Grüße,
Dr. Georg Löser, 6.9.2019, für die nachfolgend und in der Anlage benannte Gemeinschaft:

BI Pro Landwirtschaft und Wald im Dietenbach & Regio, ECOtrinova e.V.,
unterstützt von BLHV Ortsverband Tuniberg, Plan B e.V., Lernort Kunzenhof e.V.,
Arbeitsgemeinschaft Bäuerliche Landwirtschaft Baden-Württemberg (AbL) e.V.

Bund Deutscher Architekten fordert radikales Umdenken beim Bauen

Der Bund Deutscher Architekten (BDA) hat ein radikales Umdenken beim Bauen gefordert. In einem Interview mit der FAZ, das dort am 8. August 2019 erschienen ist, äußert sich Heiner Farwick unter der Überschrift „Umbau muss Vorrang vor Neubau haben“ über die Verantwortung der Architekten in Bezug auf ökologisches Bauen und Verringerung des CO2-Ausstoßes. Er plädiert für eine „Gesamtbetrachtung von Bauten und Gebäudegruppen über ihren gesamten Lebenszyklus“ und stellt dazu radikale Forderungen auf.

„Das Mantra ‚Bauen, Bauen, Bauen‘ hat angesichts der Notwendigkeit des Klimaschutzes keine Zukunft mehr!“

Und Freiburg – was machst Du? Dietenbach bebauen?? Wo sind die Vordenker im Grünen Freiburg??

Unglaublich: Freiburg – 190 Bäume sollen für Parkplätze weichen

Aktuelle Protest Aktion der FfF Bewegung: Freitag, 30.8.2019, 16 Uhr, PdAS, bitte in der Baumfarbe grün  gekleidet oder alternativ in Schwarz kommen. Gerne mit Protestschilder!

Info-Flyer Sebastian Müller

Bitte Petition unterschreiben:

Liebe Freunde, 
Sehr geehrte Damen und Herren, 
vielleicht habt Ihr, haben Sie es aus der Presse erfahren oder sich schon selbst dagegen geäußert: 
 
190 Bäume des Mooswaldes sollen gefällt werden, um für das Eugen-Keidel-Bad 200 neue Parkplätze zu schaffen.
 
Obwohl die Stadt laut eigener Aussage die „Dramatik der Lage“ d.h. der Klimakrise erkannt hat, setzt man nach wie vor auf den Autoverkehr statt auf öffentlichen Nahverkehr und den Ausbau der Radwege. 
Bitte teilt die Petition http://chng.it/M5Jsp5Nf9W, protestiert gegen das Fällen weiterer Bäume in dem ohnehin schon stark dürregeschädigten Mooswald. 
 
Herzlichen Dank! 
Dr. med. Josef Rabenbauer

Freiburg

…“Dietenbach zerstört große Naturflächen…“

BZ Artikel, Gaby Herzog, Di, 18. Juni 2019:

„Wildbienenautobahnen, gedimmte Laternen, „Buntstreifen“ statt Grünstreifen – in Kommunen gibt es viele Ideen, um Insekten zu schützen“

Hierzu Josef Aschenbrenner vom Nabu: …“Aber auch in Freiburg ist in Sachen Insektenschutz“ noch Luft nach oben“, sagt Aschenbrenner. Große Neubauprojekte wie Dietenbach halten die Umweltschützer für falsch, weil sie große Grünflächen zerstören.

Aschenbrenner plädiert dafür, die Stadt vielmehr nach innen zu verdichten. „Man könnte im großen Stil aufstocken und riesige Parkflächen von Discountern und Baumärkten überbauen.“

Frankfurt stockt groß auf: 7000 neue Wohnungen möglich

Enormes Potential an neuen Wohnungen, Freiburg – hopp auf!!

„Frankfurt – Die Zahl ist gigantisch: 90 000 Wohnungen müssen bis 2030 in Frankfurt und im Umland gebaut werden…Aufstockungen und Dachausbau sind zwei Möglichkeiten, zusätzlichen Wohnraum im Siedlungsbestand zu schaffen“, erklärt Planungsdezernent Mike Josef (SPD). Dies auch umzusetzen, hat die Stadtregierung jetzt zur Strategie erklärt. Die Stadt wolle Aufstockungen und Dachausbauten „aktiv initiieren beziehungsweise positiv begleiten“, erläutert Josef.“

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8.5.2019 regioWasser schreibt an den Bundestag bzgl. flächenbezogener Nachhaltigkeitsziele

Sehr geehrte Frau Nahles,
sehr geehrter Herr Brinkhaus,
sehr geehrter Herr Dobrindt,

mit Interesse haben wir Ihren gemeinsamen Antrag

Städtebauförderung – Eine Erfolgsgeschichte für Bürgerinnen und Bürger vor Ort“ (BT-Drs. 19/9917 vom 07.05.19)

gelesen. Unser Interesse rührt daher, weil wir Bestandteil des Bündnisses sind, das den Bürgerentscheid gegen einen neuen Stadtteil „auf der grünen Wiese“ in Freiburg angestrengt hatte. Für den Bürgerentscheid hatten wir uns u.a. aus folgendem Grund eingesetzt:

Die Einschränkung des Flächenfrasses wird zwar in den Sonntags-Reden allerorten gepredigt. Um den Bedarf an Wohnungen zu decken, macht man in den A- und Boomstädten aber ständig neue Ausnahmen. Die Summe der Ausnahmen führt dazu, dass weiterhin Acker- und Naturflächen in großem Umfang zubetoniert werden. Die flächenbezogenen Nachhaltigkeitsziele lassen sich in Deutschland damit nicht erreichen!

Wir plädieren deshalb für den Vorrang der Innenentwicklung und damit für ein flächeneffizientes und kompaktes Bauen. Das bedeutet Dachausbau und Dachaufstockung, die Überbauung von Parkplätzen sowie von einstöckigen Umschlags- und Lagerhallen, Supermärkten und anderen nur einstöckigen Gewerbebauten. Theoretisch ergibt sich aus der Summe dieser Möglichkeiten ein enormes Potenzial für die Bereitstellung von zusätzlichem Wohnraum.

Die rechtlichen Restriktionen für die Überbauung von Gewerbearealen sind allerdings derart hoch, dass fast alle diesbezüglichen Ansätze hierzu gescheitert sind. Die Folge: Die einfacherere Lösung besteht weiterhin darin, auf Kosten von Ackerland und Natur noch mehr Flächen im Umland in Beschlag zu nehmen.

In Ihrem gemeinsamen Antrag zur Städtebauförderung vermissen wir, dass ein Gebot zum flächeneffizienten und kompakten Bauen im allgemeinen und die Reduzierung der rechtlichen Hürden bei der Überbauung von dazu geeigneten Gewerbearealen im besonderen nicht erwähnt werden.

Gerne vereinbaren wir mit den wohnungs- und baupolitischen Sprecherinnen und Sprechern Ihrer Fraktionen Termine, um unsere Vorschläge für einen tatsächlich nachhaltigen Städtebau zur Diskussion zu stellen.

Freundliche Grüße
aus Freiburg
Nikolaus Geiler (Dipl.-Biol., Limnologe)

re g i o W A S S E R  e.V.

Freiburger Arbeitskreis Wasser im Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz e.V. (BBU), (Mitglied im Freiburger Klimaschutzbündnis), Grete-Borgmann-Strasse 1079106  F r e i b u r g  i./Br. Tel.: 0160-5437384, 0761/4568 71 53 (AB)">E-Mail: Internet: www.regiowasser.de

Samstag 11. Mai 10.15: Dietenbach Film

Samstag 11. Mai 10.15: Dietenbach Film „Im Abseits von Green City. Die Bauern vom Dietenbach und das Wohnen“Wo: Universität, Kollegiengebäude 3 Hörsaal 3043.

Filmgespräch mit dem Co-Filmemacher Georg Löser, danach Vortrag über „Die Stunde der Alternativen für Freiburg und Regio: „Neue Wege für mehr Wohnen ohne Bauen auf der Grünen Wiese“.

13:30 bis 14:45: Start Endhaltestelle 5 Rieselfeld. Führung auch mit KandidatInnen der Kommunalwahl durch die Dietenbach-Niederung: Was wächst in 2019?

Mit Sprechern von BI Pro Landwirtschaft und Wald im Dietenbach & Regio Freiburg; NABU Freiburg e.V., ECOtrinova e.V.

Anmeldung erbeten an bis 10.5.18 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Veranstalter RegioBündnis Pro Landwirtschaft, Natur und ökosoziales Wohnen und Samstags-Forum Regio Freiburg.

Filmplakat

Thema Vernichtung von Kleingärten im Stühlinger

Leserbrief an die BZ , 9.4.2019, von Monika Rubsamen

„Gemeinderatsbeschluss ist bindend für alle:
Das Stadtplanungsamt Freiburg hatte nicht die Aufgabe, im Bauausschuss während der Auslobung zu diskutieren, ob Kleingärten noch zeitgemäß oder erhaltenswert seien, sondern seine Aufgabe war es, die Umsetzung des Gemeinderatsbeschlusses zu organisieren, der lautete: Erhalt von möglichst vielen Kleingärten und dies den teilnehmenden Architektenbüros mitzuteilen. Das Nichtumsetzen des Gemeinderatsbeschlusses wirft bei mir folgende Gedanken auf:
1. Ein Gemeinderatsbeschluss ist bindend für alle und muss grundsätzlich umgesetzt werden.
2. Wenn ein Gemeinderatsbeschluss geändert werden soll, ist dies nur durch den Gemeinderat selbst möglich.
3. Ein Gemeinderat, der seine eigenen Beschlüsse nicht umsetzt, ist für mich unglaubwürdig. Dabei spielt es für mich keine Rolle, ob er aktiv daran beteiligt ist, zum Beispiel durch Nichtstun, sich einlullen lässt, oder ob die Verwaltung sich nicht an Vorgaben hält. Gemeinderatsbeschlüsse sind nichts wert, wenn sie nicht umgesetzt werden.
4. Von einem Oberbürgermeister erwarte ich, dass er alle Beteiligten daran erinnert und auch auffordert, sich an die gefassten Gemeinderatsbeschlüsse zu halten, und dafür zu sorgen, dass Recht Recht bleibt und nicht unterlaufen und missachtet wird.
Im Übrigen gibt es einen himmelweiten Unterschied zwischen einem Kleingarten und einem Gemeinschaftsgarten, Urban Gardening oder Dachgärten.

Daher stellt sich mir die Frage: Wer hat das Sagen in der Stadt? Der Gemeinderat, der Oberbürgermeister oder die Verwaltung?

Monika Rubsamen, Stühlinger