„Die vier heißesten Jahre-neuer Klimarekord“

BZ, von afp, Sa, 26. Januar 2019: dieser Artikel sollte uns alle wachrütteln:

„WASHINGTON (AFP). Die vergangenen vier Jahre sind die vier heißesten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen gewesen. Wie die US-Forschungsgruppe Berkeley Earth am Donnerstag (Ortszeit) mitteilte, war 2018 das viertwärmste Jahr insgesamt und entspreche der Tendenz einer gefährlichen Erderwärmung. Führende US-Wissenschaftler nannten den Klimawandel einen Faktor dafür, dass die symbolische „Weltuntergangsuhr“ „zwei Minuten vor zwölf“ anzeige.

„Die weltweite Durchschnittstemperatur 2018 war niedriger als 2015, 2016 und 2017, aber wärmer als jedes vor 2015 untersuchte Jahr“, teilte Berkeley Earth mit. Die Temperaturen lagen demnach im vergangenen Jahr im Schnitt um 1,16 Grad Celsius über dem Mittelwert der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, die als Vergleichszeitraum herangezogen wurde. Das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen bleibe 2016, legten die Wissenschaftler dar. Der leichte Temperaturrückgang im vergangenen Jahr sei sehr wahrscheinlich auf kurzfristige natürliche Schwankungen zurückzuführen und widerspreche nicht der grundsätzlichen Tendenz einer „langfristigen Erderwärmung“. Der Copernicus Climate Change Service der Europäischen Union hatte in seinem am 7. Januar veröffentlichten Bericht die Jahre 2015 bis 2018 ebenfalls als die bislang heißesten ausgewiesen.“

„Evangelische Kirche in Freiburg bezieht keine Stellung in der Diskussion um Dietenbach“

BZ, Uwe Mauch, Sa, 26. Januar 2019:

Hierzu gibt es einen interessanten Leserkommentar (BZ Online) von Horst Dieter Akermann bzgl. der Allianz von einigen Verbänden zu Dietenbach:

…“Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Verantwortlichen versuchen alle möglichen Institutionsvertreter/ innen für die Zustimmung ihres Vorhabens Dietenbach zu bewegen und diese dann plakativ aufbereiten. Auf diese Weise wird den Bürgern eine Zustimmung signalisiert, die nicht in die Tiefe geht und in einigen Fällen nicht von der Mehrheit der Gremien getragen wird. Es sind nur Stimmen von Vertretern/innen der einzelnen Organisationen die überwiegend blanko gegeben werden.
Wählerbeeinflussung ja oder nein?“

Leserbrief zu „Vom OB befreit, aber keine Opposition“

(Artikel erschienen in Der SONNTAG, Freiburg, 06. Januar 2019)

Dieser Leserbrief von Frau Bettina Burow, Kirchzarten, erreichte unsere BI:

„Die Partei der Grünen ist für ihre Wähler schon seit langem nicht mehr wieder zuerkennen. Die Grünen-Fraktion, die einst angetreten ist um die Gesamtheit ihrer politischen Bestrebungen, dem Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen des Menschen sowie der Natur zu widmen, wurde in den vergangenen 16 Jahren unter Dieter Salomon zu Erfüllungsgehilfen einer wachstumsorientierten Stadtentwicklung. Selbst „nach der Befreiung“ wollen die Freiburger Grünen keine echte klimapolitische Verantwortung für regionalen Flächenschutz übernehmen und machen sich, deckungsgleich mit der Stadtverwaltung, für die Bebauung von Dietenbach stark. Hat hier – angesichts von Bürgerentscheid und Gemeinderatswahl – jemand Angst vor der schleichenden kommunalpolitischen Bedeutungslosigkeit? Herr Frey, die „starke Segregation in der Stadt“ ist doch schon längst Realität. Wer wohnt in Freiburgs Osten, wer in Freiburgs Westen? Auch reibt man sich verwundert die Augen, mit welcher Selbstverständlichkeit Sie Geringverdienern/Familien mit Kindern die 50-Prozent-Quote für Sozialwohnungsbau zusichern, denn hierüber hat das Rathaus bislang nur einen Prüfauftrag!

Statt mit unlauteren Versprechen, versuchen wir es doch mal mit Fakten: „Der Freiburger Mietspiegel für 2019 und 2020 stand Dienstagabend, den 13. November 2018, im Gemeinderat zum Beschluss und lässt einen deutlichen Anstieg der Mieten erwarten. Ab 1. Januar 2019 können diese um bis zu 3,7% steigen. Das Amt für Liegenschaften und Wohnungswesen prognostiziert auch in Zukunft einen Anstieg.“(Quelle:Freiburger Wochenbericht, 14. November 2018) Seit Abschaffung der Gemeinnützigkeit in den 1990er Jahren und der profitablen Privatisierung der kommunalen Wohnungswirtschaft sind Mieter bundesweit wohnungspolitischen Verwerfungen ausgeliefert. Die Freiburger Stadtbau lässt sich jedes Zugeständnis an OB Martin Horn großzügig vergolden: keine Mieterhöhung bis Ende 2019? Als Ausgleich gibt es ein städtisches Grundstück an der Carl-Metz-Straße im Wert von 550.000€!

Wie in jeder anderen deutschen Großstadt auch, hat Freiburg durch Zuzug, Zweckentfremdung und Leerstand Wohnraumbedarf. Aber Freiburgs attraktive Restflächen sind hoch lukrativ, weshalb die Baulobbyisten hier eine „dramatische WohnungsNOT“ ausgemacht haben. Wir leben im Betongold-Zeitalter. Dietenbach soll um jeden Preis gebaut werden, komme was da wolle.

Freiburg ist doch bereits schon an allen Ecken und Enden asphaltiert und zubetoniert und ein Dietenbachstadtteil müsste westlich der Besançonallee von 6m hohen Lärmschutzwänden eingekesselt werden. Es grenzt an Hohn, dass die Gemeinderäte im Dietenbach-Wahlkampf mit dem Verteilen von Äpfeln, die ja ein Landwirt produziert hat, auf Stimmenfang gehen.

Bleibt nur zu hoffen, dass die Wahlberechtigten vom Apfel der Erkenntnis auch essen und die Acker- und Naturflächen von Dietenbach unbebaut und für unsere regionale Landwirtschaft und für künftige Generationen erhalten bleiben!

Schwabentorwehr: Ökopunkte sind viel wertvoller

BZ Leserbrief 21.1.2019 von Nikolaus Geiler:

Aus dem Text:…“Die Ökopunkte (Anm: für das Schwabentorwehr) kann die Stadt anschließend für das Plattmachen der Dietenbachniederung zwecks Errichtung eines neuen Stadtteils verrechnen. Wegen der Dietenbachbebauung verzichtet die Stadt auch „großzügig“ auf staatliche Zuschüsse in der Größenordnung von 70 bis 80 Prozent der Umbaukosten. Denn Ökopunkte sind viel wertvoller, weil die Stadt gar nicht die Ausgleichsflächen hat, um die Naturverluste in der Dietenbachniederung kompensieren zu können.“
Danke für diese interessante Sicht der Dinge!