Schwabentorwehr: Ökopunkte sind viel wertvoller

BZ Leserbrief 21.1.2019 von Nikolaus Geiler:

Aus dem Text:…“Die Ökopunkte (Anm: für das Schwabentorwehr) kann die Stadt anschließend für das Plattmachen der Dietenbachniederung zwecks Errichtung eines neuen Stadtteils verrechnen. Wegen der Dietenbachbebauung verzichtet die Stadt auch „großzügig“ auf staatliche Zuschüsse in der Größenordnung von 70 bis 80 Prozent der Umbaukosten. Denn Ökopunkte sind viel wertvoller, weil die Stadt gar nicht die Ausgleichsflächen hat, um die Naturverluste in der Dietenbachniederung kompensieren zu können.“
Danke für diese interessante Sicht der Dinge!

4. Schlepper Demo am Sa, 16.2.19 mit Fußvolk

Aktuelle Infos zur Schlepper Demo unter „Mitmachen“.Danke!

Wir fahren wieder! Anlässlich des Bürgerentscheides Rettet Dietenbach am 24.2.2019 (JA ankreuzen!) wollen wir nochmals deutlich den damit verbunden enormen Flächenverbrauch unserer Grünflächen von 169 ha kritisieren.

Treffen für Schlepperfahrer: ab 10 Uhr Friedhof Freiburg St. Georgen.
WICHTIG: 1.) Bitte per mail anmelden oder bei Facebook Teilnahme bestätigen. 
2.) Bitte möglichst 1 Begleiter im Schlepper mitbringen der auf der KaJo als Ordner fungieren kann. 3.) Für Alle: Warnwesten tragen!
Abfahrt Richtung Stadt 11 Uhr.

Treffen für Demonstranten zu Fuß: ca. 11.45 Uhr am Platz der Alten Synagoge. Anschließen bitte hinter die Traktoren. Die Demo geht im Schritttempo entlang Rotteckring, Friedrichring, Kaiser-Josephstrasse, Rempartstrasse bis wieder zum Platz der Alten Synagoge.
Dort Kundgebung.
Danach fahren die Traktoren wieder zurück zum Friedhof in St. Georgen bzw. verlassen nach Bedarf den Schlepper-Zug.

Unterstützt wird diese Veranstaltung vom BLHV Badischer Landwirtschaftlicher Hauptverband e.V. Freiburg und dem RegioBündnis Pro Landwirtschaft, Natur und ökosoziales Wohnen.

 

 

www.FRIMP.de – das Freiburger Informations-

und Meinungsportal zum Thema Dietenbach ist ab sofort online! Das Informations- und Meinungsportal soll uns Freiburgern ein ergänzendes Informationsangebot und ein Diskussionsforum bieten, kostenlos und ohne Registrierung. Aufgrund der Aktualität startet das Portal mit dem Thema Dietenbach inkl. HRB Horben. Weitere für Freiburg wichtige Themen sollen folgen. Schaut vorbei und informiert euch!

„Lebensqualität durch Stadtvergrößerung?“

Leserbrief von Rudolf Mensch (Freiburg), BZ, Mo, 07. Jan. 2019:

„Neuer Stadtteil Dietenbach: Wohnungen für 15 000 Einwohner. Wer hätte gedacht, dass es in Freiburg so viele Wohnungslose gibt! Finden sie nachts alle Platz unter den Brücken? In Wirklichkeit werden neue Einwohner angelockt aus ganz Europa. Aber bringt eine Stadtvergrößerung Lebensqualität für Freiburg ?“

„Immobilien bleiben begehrt“

BZ, 31.12.2018, Alexander Sturm

Dietenach wird keine Preisentlastung auf dem Wohnungsmarkt bringen, denn…“Die Treiber für weiter steigende Preise sind intakt“…und „Ausländische Investoren und Vermögende kaufen auch noch in den Metropolen“.
Wir verlieren also unsere Grün- und Ackerflächen für das Profitinteresse Anderer. Laut Sparkasse sind die Käufer von Freiburger Immobilien zu 45% NICHT aus Freiburg. Und auch Vauban und Rieselfeld haben keine Entlastung gebracht, im Gegenteil, beide Stadtteile gehören zu den teuersten in Freiburg.

Leserbrief „Bitte mehr Ehrlichkeit seitens der Stadt!“

von Fabian Falkner, BZ 27.12.2018

„Ich lese in der Badischen Zeitung vom 6. Dezember, dass das geplante Rückhaltebecken im Bohrertal keine Voraussetzung sei für die Bebauung im Dietenbach.

Ich suche und finde in der Gemeinderats-Drucksache G15-081: „… Der Verlust an Bauflächen wäre dabei allerdings sehr hoch (maximal 5,5 Hektar). Damit verbunden wäre eine geringere Anzahl von realisierbaren Wohneinheiten und damit einhergehend ein geringeres Erlöspotenzial im Rahmen der Entwicklungsmaßnahmen.

Ziel für die Auswahl der Hochwasserschutzvariante ist es, sowohl die Anforderungen an den Hochwasserschutz zu erfüllen als auch den Flächenverlust für Wohnbebauung möglichst gering zu halten.“

Fazit: Ohne die Maßnahmen am Oberlauf kann also die Dietenbachniederung in der vorgesehenen Form nicht bebaut werden. Ein Verlust von 5,5 Hektar bedroht die schon sehr wackelige Finanzierbarkeit wohl noch weiter, logisch. Warum sagt die Stadt die Unwahrheit?

Ich lese weiter, die Naturschutzverbände hätten „positive Signale“ gesendet. Daraufhin am nächsten Tag zahlreicher Protest der Verbände -– keiner war’s!? Dann Rückzug der Stadt – es waren die Naturschutzbehörden. Oha!

Gesamt Fazit: Bitte mehr Ehrlichkeit seitens der Stadt!

Bauverein Wem gehört die Stadt? warnt vor einem Weiter so in der Wohnungswirtschaft

22.12.2018: Offener Brief: „Wohnungswirtschaft warnt vor neuer Wohnungspolitik.“

Sehr geehrte Damen und Herren der Freiburger Wohnungswirtschaft,

zum 4. Advent möchten wir das vierte Lichtlein, das erhellt, anzünden und zum Eintritt in die besinnliche Zeit fragen: Ist Ihnen schon mal der Gedanke gekommen, dass das Geschäftsmodell der Wohnungswirtschaft nicht mehr zeitgemäß ist und eines Wandels bedarf?

Anlass unserer Nachfrage ist der BZ-Artikel „Wohnungswirtschaft warnt vor neuer Wohnungspolitik in Freiburg“ vom 27.11.2018, der die Aussage enthält:

„Die private Wohnungswirtschaft allerdings werde nur investieren, wenn sich auch Käufer finden.“

Aber hat nicht gerade dieses Geschäftsmodell, das auf dem immer wieder kehrenden Verkauf von Wohnungen mit seinen exorbitanten Gewinnen beruht, die Verdrängung der weniger finanzstarken Teile der Miethaushalte zur Folge? So werden Wohnungen, die noch vor 10-15 Jahren in den Neubaugebieten Vauban und Rieselfeld für etwa 2.000 €/m² errichtet wurden, für mehr als das Doppelte verkauft, mit den entsprechenden Auswirkungen für die MieterInnen, d.h. mit kaum bezahlbaren Mieterhöhungen und/oder Eigenbedarfskündigungen.

Ein zentrales Thema in der öffentlichen Debatte um die Bebauung des neuen Stadtteils Dietenbach ist die Zielsetzung von mindestens 50 % geförderte Mietwohnungen, deren Bezahlbarkeit nicht auf wenige Jahrzehnte begrenzt ist, sondern auf Dauer angelegt sein muss. Dafür aber bieten nur genossenschaftliche oder eventuell andere gemeinwohlorientierte Wohnungsunternehmen die notwendigen strukturellen Voraussetzung. So sind bei Genossenschaften oder Hausprojekten des Mietshäuser Syndikats die MieterInnen gleichzeitig die KapitaleignerInnen, was Gefahr des Verkaufes einzelner Häuser an KapitalanlegerInnen minimiert.

Wenn aber bezahlbare Mietwohnungen in nachhaltiger Weise nur von genossenschaftlichen Unternehmen (und ggf. der Stadtbau) errichtet und im Bestand behalten werden und dadurch auch nach Ablauf der Bindungsfristen bezahlbar bleiben, muss die Frage nach den notwendigen Kapazitäten neu gestellt werden: Wie kann die Gründung neuer
genossenschaftlicher Wohnungsunternehmen angeregt und unterstützt werden, um das erforderliche Volumen an dauerhaft bezahlbaren Mietwohnungen zu erstellen?

Angesichts begrenzter Ressourcen und insbesondere Bauflächen kann die Bewältigung der anstehenden Probleme beim Mietwohnungsbau nicht bedeuten, mit denselben Geschäftsmodellen der privaten Wohnungswirtschaft „Lösungen“ anzubieten, die genau diese Probleme verursacht haben.

Bauflächen sind keine nachwachsenden Rohstoffe.

Wir wünschen Ihnen erholsame Feiertage und ein ertragreiches Neues Jahr.
Mit freundlichen Grüßen
Bauverein „Wem gehört die Stadt?“
Im Auftrag
Stefan Rost    Helma Haselberger